Mittwoch, 21. Mai 2008

Von wegen...

Die ersten Schritte unseres Projektes waren mal wieder trügerisch. Zu früh und zu euphorisch dachten wir an einen Beginn unserer Bauarbeiten. Eine kurze Bestandsaufnahme:
- das alte Dach ist abgetragen
- die Fläche ist weit gehend entkernt
- der Schutt ist zum größten Teil entfernt

Was fehlt:

- die Treppenzugänge
- das neue Dach inklusive neuem Ringanker
- neue Fensteröffnungen
- die Medien
- die aus Yton-Steinen geplante Wanddämmung

Aber am meisten fehlt uns eine konkrete Arbeitsplanung. Auf der Baustelle arbeitet momentan ein Mann, der jeden Stein einzeln und in Handarbeit herauspickt - einem Archäologen ähnelnd - und die statischen Berechnungen für die Fensteröffnungen und vor allem die Treppenzugänge. Unsere Nerven liegen schon blank, bevor der eigentliche Teil beginnt, weil wir keinen Schimmer haben, wann wir endlich beginnen können, ob wir überhaupt dieses Jahr noch anfangen und wie sich die Sache weiterhin gestalten wird. Warum um Himmels Willen kann nicht mal etwas zügig voran gehen? Warum haben alle an diesem Projekt Beteiligten scheinbar alle Zeit der Welt, nur wir nicht?
Vom Weihnachtsfest im neuen Heim haben wir uns mittlerweile schon verabschiedet. Wir können nur noch hoffen, dass wir die Heizungsanlage und den Estrich noch vor dem ersten Frost einbringen können. (Schon befremdlich, es ist gerade Frühling geworden, die Welt erwacht gerade zu neuem Leben, die Gedanken spielen fröhlich mit Planungen für den Sommer und wir denken schon an den nächsten Winter) Der Eigentümer hat uns die Wohnung im Vorderhaus angeboten als Unterkunft während der Bauphase. Ab September könnten wir dort einziehen. Allerdings kaufen wir die Katze im Sack, wie es so schön heißt. Wir haben keine Ahnung, in welchem Zustand die Wohnung verlassen wird und ob der jetztige Mieter wirklich pünktlich wie vereinbart auszieht. Allerdings müssen wir jetzt in diesen Tagen einen eventuell folgenschwere Entscheidung treffen: Wohnung kündigen oder nicht? Auf andere und unsere Schicksal, das es hoffentlich gut mit uns meint, verlassen oder nicht?
Derweil beginne ich nächste Woche mit meinem neuen Trainingsplan. An dieser Stelle ein kleiner, bescheidener Aufruf:
Sponsor gesucht! Ich würde doch gern als Leistungsstandszwischenmessung am Berlin-Marathon im September teilnehmen. Leider kann ich mir die Startgebühr von momentan 75 Euro nicht leisten. Gern laufe ich dafür mit Werbeaufdruck auf dem Shirt oder der Stirn oder sonst wo. Sollte jemand Interesse an einem Sponsoring haben: kerstinundkinder@freenet.de. Und um unser Bauprojekt endlich von meinen läuferischen Ambitionen zu trennen, werde ich einen Laufblog einrichten, der über mein Training, Fortschritte, Niederlagen, Blasen, zerlaufene Schuhe und Erfolge auf dem Weg zum Ultra berichten wird. Also schaut mal vorbei.

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